Jahrhundertelang wurde in Europa Zugehörigkeit vor allem durch die Religion festgelegt. Erst mit der Aufklärung erfolgte ein Umdenken. Dennoch führten die Verabsolutierung einer bestimmten Volks- oder Stammeszugehörigkeit, das Einfordern eindeutiger, heterosexueller Orientierung oder die Definition von Behinderung als unwertes Leben im 20. Jahrhundert zu Verfolgung, Ausgrenzung und Vernichtung. Wer die Augen und das Herz nicht verschließt, kann all das auch in der Gegenwart entdecken.

Das Gegensatzpaar "drinnen- draußen" als Synonym für die grundlegende Polarität Zugehörigkeit und Autonomie stellt uns immer wieder vor wichtige Aufgaben der Auseinandersetzung und der Integration: Gesellschaftlich, politisch, persönlich und nicht zuletzt therapeutisch. Im Rahmen unserer Tagung wollen wir diesen verschiedenen Aspekten und den damit verbundenen Herausforderungen nachgehen, polare Spaltungen aufspüren und Möglichkeiten therapeutischer Interventionen sichtbar machen.

Anlässlich unseres 20- jährigen Bestehens als gesetzlich anerkanntes psychotherapeutisches Fachspezifikum freuen wir uns darauf miteinander zu feiern und dabei Zugehörigkeit zu (er)leben.

Wir freuen uns auf die Vorträge von

Isolde Charim

Peter Toebe

Peter Phillipson

Klaus Ottomeyer

Christiane Eichenberg